Warnung
„Ihr Smart Meter muss jetzt rein“? Brief‑Masche mit Frist
Stand: 21. Oktober 2026
Gerade bekommen viele Haushalte Briefe von privaten Firmen zum neuen Stromzähler. Mit Frist. Mit „kostenlos“. Das macht Druck. Meistens musst du gar nichts tun.

So läuft die Masche
Der Brief kommt von einer privaten Firma, nicht von deinem Stromnetz vor Ort. Er sagt: Innerhalb von 6 Wochen wird der neue Stromzähler kostenlos eingebaut.
Groß steht „kostenlos“. Klein steht: 99 € im Jahr und ein Vertrag über 24 Monate. Dazu kommt oft eine Ersparnis, die versprochen wird. Ob du wirklich sparst, hängt von deinem Haushalt ab.
Was stimmt
- Du musst auf diesen Brief nicht antworten. Es passiert nichts, wenn du ihn ignorierst.
- Handeln musst du nur, wenn sich der örtliche Messstellenbetreiber meldet. Das ist meistens der Netzbetreiber oder die Stadtwerke. Er heißt im Brief oft „grundzuständiger Messstellenbetreiber“.
- Ein Smart Meter ist nur in bestimmten Fällen Pflicht, zum Beispiel mit Solaranlage, Wärmepumpe oder bei mehr als 6.000 kWh Strom im Jahr. Ein normaler Haushalt braucht viel weniger.
- Beim örtlichen Messstellenbetreiber gilt für die meisten Haushalte eine gesetzliche Preisgrenze. Bei privaten Anbietern gilt sie nicht.
Was du tun kannst
- Lies zuerst das Kleingedruckte: Was kostet es im Jahr, und wie lange läuft der Vertrag?
- Schau, wer schreibt. Steht dort dein Netzbetreiber oder deine Stadtwerke? Oder eine Firma, die du nicht kennst?
- Unterschreibe nichts unter Zeitdruck. Eine echte Pflicht hat keine Frist von 6 Wochen aus einem Werbebrief.
- Bist du unsicher, frag die Verbraucherzentrale oder jemanden, dem du vertraust.
Quelle
- Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: Was hinter den Schreiben zum Smart-Meter-Einbau steckt
- Verbraucherzentrale: Smart Meter, was Sie über die Stromzähler wissen müssen
Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Jeder Brief ist anders: Fristen und Beträge gelten so, wie sie in deinem Brief stehen. Bei Fragen hilft die Verbraucherzentrale.